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Die Begriffe "Kali", "Arnis" und "Eskrima" sind gebräuchliche Überbegriffe für "philippinische Kampfkunst".
Es wird immer wieder versucht, die drei Begriffe jeweils einer eigenen Stilrichtung oder eines separaten Kampfsystems zuzuordnen, dies ist jedoch nicht korrekt. Vielmehr haben diese Begriffe unterschiedliche Ursprünge. So haben sich die Begriffe "Arnis" und "Eskrima" vermutlich aus dem Spanischen entwickelt, während "Kali" seinen Ursprung vermutlich in einem philippinischen Dialekt hat.
International hat sich die Abkürzung "FMA" für Filipino Martial Arts etabliert.
Warum FMA?
FMA sind intuitiv zu erlernen und ausnahmslos für die realistische Selbstverteidigung einsetzbar, Spaß machts obendrein.
Die philippinischen Kampfkünste haben sich im Laufe der gewalttätigen Geschichte der Philippinen immer wieder als äußerst effektiv erwiesen. Die Methodik der Lernens in den FMA ist einzigartig und führt schnell zu erstaunlichen Fortschritten.
So liegt der Fokus in den FMA auf dem Training mit Waffen, wie Stöcken, Macheten und Messer. Durch das Training mit Waffen fällt es uns leichter Bewegungsmuster, Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer zu schulen.
Die Prinzipien und Techniken des Waffenkampfes werden wiederum in die waffenlose Verteidigung übertragen und mit Box-, Kick- und Bodenkampftechniken kombiniert.
So ergibt sich ein geradezu endlos variables System.
Erstaunliche Vielfalt
Auf den Philippinen existiert eine sehr große Zahl von unterschiedlichen Kampfstilen und -systemen. Ebenso groß ist die Anzahl der Begriffe, die dafür benutzt wurden und werden. Immer wieder haben herausragende Meister versucht, diese Vielfalt in einem eigenen System zu bündeln und in ein strukturiertes Programm zu gießen. Auf diese Weise sind viele internationale Stile und Verbände entstanden. Es gibt aber auf den Philippinen auch spezialisiertes Boxen (Panantukan), Kickboxen (Sikaran) und Ringen (Dumog). Diese Elemente werden in vielen Stilen ebenfalls integriert. Unter den FMA-Stilen herrscht keine Feindschaft. Wir begegnen uns offen und herzlich und lernen von- und miteinander.
Wir messen uns auch sehr gerne in freundschaftlichen Zweikämpfen (Sparring), vom Leicht- bis zum Vollkontakt. |


